GEOTECHNIK
Moers, Germany
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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Moers: Genau messen, bevor es teuer wird

Ein klassischer Fehler in Moers: Man verlässt sich auf Laborwerte zur Durchlässigkeit und wundert sich, warum die Baugrube trotz Berechnung voll Wasser läuft. Der Grund liegt meist in der Heterogenität der quartären Kiese und Sande, die den Untergrund der Grafschaft prägen. Gerade im Bereich der Niederterrassen, wo Moers auf einer Höhe von etwa 25 m ü. NHN liegt, wechseln sich sandige Lagen mit tonig-schluffigen Einschaltungen ab. Ein CPT-Versuch liefert zwar ein kontinuierliches Profil, aber erst der in-situ-Versuch nach Lefranc oder Lugeon gibt uns den belastbaren kf-Wert, den der Wasserhaltungsplaner für die Dimensionierung der Anlage braucht. Wer hier spart, riskiert später Strafzahlungen wegen nicht eingehaltener Absenkziele.

Ein vor Ort gemessener kf-Wert ist mehr wert als drei geschätzte Laborwerte – vor allem, wenn das Grundwasser in Moers nur 2 Meter unter GOK ansteht.

Unser Ansatz

Die DIN 4030-2 und das Arbeitsblatt DWA-A 138 geben klare Richtwerte zur Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit vor, doch in Moers müssen wir zusätzlich die lokalen Grundwasserflurabstände beachten. Der Peschkeshofgraben und andere Vorfluter im Stadtgebiet beeinflussen die Grundwasserdynamik saisonal stark – ein Umstand, den nur ein versierter Ingenieur vor Ort richtig einordnet. Wir setzen den Lefranc-Versuch mit konstanter oder fallender Druckhöhe in Lockergesteinen ein, während der Lugeon-Test im anstehenden Karbon oder in geklüfteten Tonsteinen des Deckgebirges zur Anwendung kommt. Ergänzend zur Durchlässigkeit prüfen wir oft die Tragfähigkeit mit dem Plattendruckversuch, weil Versickerungsmulden und Rigolen in Moers nicht nur Wasser ableiten, sondern auch befahrbar sein müssen – eine Kombination, die in Gewerbegebieten wie Hülsdonk besonders häufig gefordert wird.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Moers: Genau messen, bevor es teuer wird

Lokale Besonderheiten

In Moers sehen wir immer wieder, dass bei Bauvorhaben nahe der Altstromrinnen des Rheins die hydraulische Anisotropie unterschätzt wird. Der Boden ist hier horizontal oft zehnmal durchlässiger als vertikal – ein Effekt, den keine Laborprobe korrekt abbildet. Wer den Feldversuch weglässt, dimensioniert die Dränage zu klein, und beim nächsten Starkregenereignis, wie es im Juni 2023 auch Moers getroffen hat, steht die Baugrube unter Wasser. Die Kosten für Notpumpen, Bodenaustausch und Verzögerungen übersteigen dann das Budget für eine saubere Feldmessung um ein Vielfaches. Unser Labor ist nach DIN EN ISO 22475-1 akkreditiert und liefert Messwerte, die jedem Baugrundgutachter und jeder Wasserbehörde im Kreis Wesel standhalten.

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Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22475-1:2021-12, DWA-A 138, DIN 4030-2:2008-06, DIN 18130-1, Eurocode 7 (EN 1997-2:2007-10)

Weitere Fachleistungen

01

Lefranc-Versuch (Open-End)

Klassischer Test im Lockergestein mit konstanter oder fallender Druckhöhe. Ideal für Sande und Kiese, wie sie in den Terrassenablagerungen unter Moers-Mitte vorkommen.

02

Lugeon-Test mit Packer

Prüfung in geklüftetem Fels unterhalb der Lockergesteinsdecke. Wir setzen Einfach- oder Doppelpacker ein, um einzelne Kluftscharen gezielt zu testen.

03

Porenwasserdruck-Monitoring

Kurzzeit-Messung der Druckausbreitung in umliegenden Piezometern während des Tests. Zeigt Anisotropie-Effekte und hydraulische Kurzschlüsse zuverlässig auf.

04

Kombinierte Untersuchung mit SPT-Sondierung

In einem Bohrpunkt führen wir zuerst die SPT-Bohrung zur Schichtansprache durch und setzen dann den Lefranc-Versuch in derselben Bohrung an. Spart Zeit und gibt ein vollständiges geotechnisches Bild.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
VersuchstypLefranc (Lockergestein) / Lugeon (Fels)
Ermittelter Bereich kf10⁻² bis 10⁻⁷ m/s
Normative GrundlageDIN EN ISO 22475-1, DWA-A 138
Bohrdurchmesser80 mm bis 200 mm
Prüfstreckenlänge0,5 m bis 5,0 m (je nach Schicht)
Druckstufen (Lugeon)5 Stufen, max. 10 bar
DokumentationPrüfprotokoll mit Druck-Zeit-Diagramm

Fragen und Antworten

Was kostet ein Felddurchlässigkeitstest in Moers?

Die Kosten für einen Lefranc- oder Lugeon-Versuch in Moers liegen normalerweise zwischen €500 und €1030 pro Prüfstrecke. Der genaue Preis hängt von der Tiefe, der Anzahl der Druckstufen und dem logistischen Aufwand auf Ihrer Baustelle ab.

Wann ist ein Lugeon-Test statt eines Lefranc-Versuchs erforderlich?

Sobald wir unterhalb der quartären Lockergesteine auf Festgestein wie den karbonischen Tonstein oder Sandstein treffen, wechseln wir auf den Lugeon-Test. Die Packertechnik erlaubt es uns, die Durchlässigkeit einzelner Klüfte zu messen, was für Abdichtungsplanungen im Tiefbau unverzichtbar ist.

Wie viele Versuche brauche ich für eine Versickerungsanlage in Moers?

Gemäß DWA-A 138 sollten Sie mindestens einen Versuch pro homogener Bodeneinheit ansetzen. Bei einem typischen Baugrund in Moers mit zwei bis drei unterschiedlichen Schichten empfehlen wir daher drei bis fünf Versuche, um die räumliche Variabilität statistisch abzusichern.

Können Sie die Ergebnisse direkt an das Tiefbauamt Moers übermitteln?

Ja, wir erstellen einen normkonformen Prüfbericht mit allen Druck-Zeit-Diagrammen, der Interpretation nach den Kriterien von Hvorslev und der Ableitung des Bemessungs-kf-Werts. Diesen Bericht können Sie direkt Ihrem Baugrundgutachter oder der zuständigen Behörde vorlegen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Moers und Umgebung.

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