Wer in Moers baut, kennt das Problem: die Böden hier sind oft von feinkörnigen Sedimenten des Niederrheins geprägt, die bei Nässe schnell an Tragfähigkeit verlieren. Eine fundierte Bemessung flexibler Fahrbahnen ist deshalb kein Formalismus, sondern die Voraussetzung dafür, dass Verkehrsflächen nicht schon nach wenigen Frost-Tau-Wechseln Spurrillen oder Netzrisse zeigen. Das Team unseres geotechnischen Labors – akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025 – begleitet regelmäßig Projekte im gesamten Kreis Wesel und kennt die lokalen Baugrundverhältnisse an den rund 1.050 Hektar Gewerbe- und Verkehrsflächen der Stadt. Bevor eine Asphaltschicht aufgebracht wird, klären wir mit Sondierungen und SPT-Bohrungen die tatsächliche Steifigkeit des Untergrunds, denn die Standardtabellen der RStO allein reichen bei den variablen Feinsanden und Auenlehmen hier selten aus.
Die RStO 12 gibt den Rahmen vor – die lokale Baugrunderkundung in Moers liefert die Zahlen, die eine Bemessung wirklich wirtschaftlich machen.
Unser Ansatz
Lokale Besonderheiten
Der klassische Fehler auf Baustellen zwischen Moers-Mitte und Kapellen ist ein zu optimistisch angenommener Untergrund: Man verlässt sich auf Erfahrungswerte vom Nachbargrundstück und spart die Baugrunduntersuchung ein. Das rächt sich spätestens, wenn auf einem eigentlich für Bk1,8 bemessenen Parkplatz nach zwei Wintern Setzungen von vier oder fünf Zentimetern auftreten und das Oberflächenwasser nicht mehr abläuft. Die Folgen sind stehendes Wasser, beschleunigte Frostschäden und ein vollflächiger Neuaufbau, der schnell das Doppelte der ursprünglichen Baukosten verschlingt. Die Bemessung flexibler Fahrbahnen muss zwingend die tatsächliche Tragfähigkeit des Untergrunds, die örtliche Grundwassersituation und die geplante Einbausituation berücksichtigen – sonst wird aus einem vermeintlichen Sparposten ein teures Sanierungsprojekt.
Normativer Rahmen
RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau, ZTV Asphalt-StB 07/13 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt, DIN EN 13108 – Asphaltmischgut, Teil 1: Asphaltbeton, DIN 18317 – VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil C: ATV Verkehrswegebauarbeiten, Oberbauschichten aus Asphalt
Weitere Fachleistungen
Baugrunderkundung für Verkehrsflächen
Kleinbohrungen, Rammsondierungen und Plattendruckversuche zur Bestimmung der Tragfähigkeit des Untergrunds und der Frostempfindlichkeitsklasse auf Ihrem Grundstück in Moers.
Rechnerische Dimensionierung nach RStO
Mehrschichtige Bemessung flexibler Fahrbahnen für die Belastungsklassen Bk0,3 bis Bk100, inklusive Frostschutzberechnung und Materialwahl für Asphalt- und Tragschichten.
Qualitätssicherung und Kontrollprüfungen
Verdichtungskontrollen, Schichtdickenmessungen und Bohrkernentnahmen während der Bauausführung, dokumentiert nach ZTV E-StB und ZTV Asphalt-StB.
Typische Parameter
Fragen und Antworten
Wann ist eine rechnerische Dimensionierung nach RStO in Moers nötig?
Sobald eine Verkehrsfläche öffentlich gewidmet wird oder Belastungsklassen ab Bk1,0 vorliegen, ist die rechnerische Dimensionierung Stand der Technik. Bei Gewerbeflächen mit Schwerlastverkehr – etwa Logistikhöfen im Moerser Industriegebiet Hülsdonk – empfiehlt sie sich auch ohne formale Widmung, weil sie gegenüber der Standardbauweise oft Material und Kosten spart.
Welche Bodenkennwerte sind für die Bemessung flexibler Fahrbahnen entscheidend?
Primär der Verformungsmodul Ev2 auf Planumshöhe, die Frostempfindlichkeitsklasse (F1 bis F3) und der CBR-Wert des Untergrunds. In den Auenbereichen von Moers kommt dem Grundwasserstand eine besondere Bedeutung zu, weil er die Frostschutzschicht beeinflusst.
Welche Kosten entstehen für eine Bemessung flexibler Fahrbahnen?
Je nach Umfang der nötigen Felduntersuchungen und der Größe der Verkehrsfläche bewegen sich die Kosten für die kombinierte Baugrunderkundung und rechnerische Dimensionierung in Moers zwischen €1.590 und €4.340. Darin enthalten sind die statischen Berechnungen und die Dokumentation für die Genehmigungsbehörde.
Wie lange dauert die Bearbeitung von der Erkundung bis zum Bericht?
Die Feldarbeiten nehmen üblicherweise einen Tag in Anspruch. Die Laborauswertung und die rechnerische Dimensionierung erfordern anschließend etwa fünf bis sieben Werktage, sodass Sie nach rund zwei Wochen den vollständigen Bericht in Händen halten.
